Kreuz und Quer
Tod – Auferstehung – Wiederkunft: was in jeder katholischen Eucharistiefeier und auch in der evangelischen Messe als „Geheimnis des Glaubens“ verkündet wird, dargestellt in einem Kunstwerk, das mich an den brennenden Dornbusch erinnert. Ich weiß nicht, ob der mir leider unbekannte Künstler, der dieses Kunstwerk neben der Kirche St. Franziskus in Dortmund geschaffen hat, diese Assoziation im Sinn hatte, mir erscheint sie folgerichtig. In seinem Tod, in seiner Auferstehung und in seiner Wiederkunft offenbart sich Gott dem Menschen, wie er sich dem Mose im brennenden Dornbusch offenbart hat. Auf die Frage des Mose nach dem Namen Gottes antwortet dieser: Ich bin der, ich bin da. Ich bin für euch da in meinem Tod, in meiner Auferstehung und ich werde für euch da sein, wenn ich wiederkomme. Ein Geheimnis, in dem ich mich heimisch fühlen kann, in dem ich geborgen bin.
Mose bekommt von Gott den Auftrag, die Menschen in die Freiheit zu führen, hinaus aus der Knechtschaft. Dieser Exodus ist auch uns geschenkt: Hinaus aus der Knechtschaft von Tod und Sünde, hinein in ein neues Leben. Und wir dürfen Boten dieser Befreiung sein, die uns schon jetzt geschenkt ist.