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Angedacht

Grenzüberschreitungen

500 Jahre Reformation – das lang vorbereitete Jubiläum erlebt in diesem Monat seinen Höhepunkt. Erinnerung an ein historisches Ereignis von weltverändernder Kraft – und noch viel mehr. Der Geist der Reformation hat und muss immer wieder neu Grenzen überschreiten, um nicht zu verstauben, um nicht museale Patina anzusetzen.

Grenzüberschreitung der Grenzen von Zeit und Raum. Wäre die Reformation nur ein Ereignis von vor 500 Jahren in Wittenberg, wir müssten uns nicht daran erinnern. Doch die Reformation hat schnell die Grenzen des kleinen mitteldeutschen Städtchens, die Grenzen des damaligen deutschen Reiches, die Grenzen Europas überschritten. Und der Geist der Erneuerung muss lebendig bleiben, jeden Tag neu.

 Grenzüberschreitung der Grenzen der Konfessionen. Die Reformation war auch die Antwort auf eine reformunfähige Kirche und hat – Gott sei es geklagt durch Spaltung und Trennung – auch diese Kirche verändert. Veränderung und Erneuerung waren und sind keine Privilegien der evangelischen Kirche, sondern in ihnen ist der Heilige Geist in allen Konfessionen lebendig – hoffentlich auf dem Weg aufeinander zu.

Grenzüberschreitung auch darin, dass Veränderung und Erneuerung nicht alleine die Aufgabe der Profis ist, der Reformatoren, der Kirchenleitungen, der Päpste und Bischöfe, sondern Aufgabe jedes Christen – und das Veränderung und Erneuerung nicht an den Kirchentüren beginnt, sondern bei mir selbst.