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Angedacht

Unter dem Kreuz zu Hause

Kreuzerhöhung in der Mitte des Septembers. Ein Fest, ein wenig aus der Zeit gefallen. Nicht nur aus dem Kirchenjahr. Die Ursprünge tief in der Vergangenheit. Im Auffinden des Kreuzes Christi zu Beginn des vierten Jahrhunderts. In der Wiedereroberung des Kreuzes im siebten Jahrhundert.

Kreuzerhöhung in der Mitte des Septembers. Ein Fest von zeitloser Aktualität, über Konfessionsgrenzen hinweg. Weil ich als Christ immer unter dem Kreuz Christi stehe. Nicht nur weil Leid und Schmerz Bestandteil des menschlichen Lebens sind. Nicht nur, weil ich als Christ an die Seite der Leidenden und Verlassenen gerufen bin. Sondern weil ich unter dem Kreuz am Fuß meiner Erlösung stehe.

Unter dem Kreuz nimmt mich Jesus in den Blick – in meiner Schwäche, in meiner Verlorenheit, mit meinem oft erfolglosen Bemühen, mit meiner Schuld. Unter dem Kreuz nimmt mich Jesus in seinen aufrichtenden und ermutigenden, vergebenden und heilenden Blick.

Unter dem Kreuz bin ich zu Hause, weil ich ganz nah bei Christus bin und bei ihm geborgen sein darf – so, wie ich bin.