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Angedacht

Sterben ist Heimkehren zu Gott:

Eintauchen in das ewige Leben, das seine Liebe schenkt. Das ist unser christlicher Glaube: Dass Anfang, Mitte und Ende menschlichen Lebens in Gottes Händen liegen. Und dass das Ende des irdischen Lebens Übergang ins ewige Leben ist.

Diesen Übergang zu gestalten, den Verstorbenen in Gottes Hände zu legen, ist eine wichtige Aufgabe der christlichen Gemeinde. Nicht nur für ihre Mitglieder, sondern für jede und jeden Verstorbenen. Niemand sollte diesen Weg alleine gehen. Die Bestattungskultur hat in den letzten Jahren – so mein Eindruck – gelitten. Wird mancherorts nur noch von Bestattungsunternehmen hochgehalten. Weil Angehörige fehlen. Weil die Zahl derer steigt, die keiner Gemeinde mehr angehören. Weil Verstorbene ihren Angehörigen „nicht zur Last fallen“ wollen. Und – davon bin ich überzeugt – weil Hoffnung fehlt. Hoffnung auf ein Weiter. Auferstehungshoffnung. Der schöne alte Ausdruck „Gottesacker“ für den Friedhof brachte diese Hoffnung zum Ausdruck. Der oder die Verstorbene wird in Gottes Acker gelegt, um zu neuem Leben aufzublühen.

Christliche Bestattungsriten verleihen dieser Hoffnung Gestalt – in Gebet und Gesang, in Begleitung und im Segen. Damit die Hoffnung lebendig bleibt für die, die trauern. Der letzte Weg des Verstorbenen ist auch ein wichtiger Weg für die Zurückbleibenden. Damit sie ihren Weg ins Leben finden und weitergehen können.